Am 20. Februar 2020 kommen 9 Bäuerinnen zur Gründung des Vereins „Bäuerinnen im Berchtesgadener Land e.V.“ in der Privatbrauerei Wieninger in Teisendorf zusammen. Der Vereinsgründung vorausgegangen, so schildern die Gründerinnen, ist die selbstgestellte Aufgabe, die Menschen verstärkt an das Originäre, das Echte heranzuführen und dem Kulturgut Landwirtschaft den Stellenwert im öffentlichen Interesse zu geben, der ihm zusteht. Nahrungsmittelerzeugung und Bevölkerungswachstum werden in Zukunft eine existenzielle Rolle im Leben der Menschheit spielen.

All das ist ohne eine intakte Landwirtschaft und Landschaftspflege nicht denkbar. Entsprechend wird der Beruf der Bäuerin mehr denn je zur Berufung.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen das Kochen und Auftischen von Frischem vom Hof und aus dem Garten, vom Fischen und von der Jagd - nach den klassischen Rezepten bäuerlicher Kochkunst, weil Essen und Trinken das Herzstück kulturellen Lebens sind.

Um gemeinsam aktiv daran mitzuwirken, die Aufgaben der Zukunft erfolgreich zu meistern und neue Chancen zu nutzen, haben die Bäuerinnen unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Hauswirtschaftsschule in Laufen beschlossen.  „Wir haben eine exzellente und sehr angesehene Hauswirtschaftsschule. Das eröffnet die Möglichkeit, ein modernes Berufsbild der Bäuerin jungen Nachwuchskräften zu vermitteln und die Idee der Bäuerin als Kulturbotschafterin weiterzugeben“ ergänzt Johanna Renoth, Fachlehrerin der Hauswirtschaftsschule Laufen.

Christian Wieninger, der Bräu von Teisendorf, begrüßt die Initiative der Bäuerinnen: „Wertschätzung und Respekt vor den Leistungen der Bäuerinnen und Bauern sind Kernelemente einer funktionierenden Kulturpflege. Gerade Essen und Trinken zählen zu den höchsten Kulturgütern der Menschen. Der Schritt, den die Bäuerinnen in unserem Land heute gehen, ist ein wertvoller Beitrag zu dem, was das Leben im Berchtesgadener Land einzigartig macht -  für die Einheimischen, für die Gäste und für draußen in der Welt, um für das Berchtesgadener Land als faszinierendes Bayern zu werben.“